Mittwoch, 6. Februar 2013

Liebesmeditation

Die Liebesmeditation wird so ausgeführt, dass der Mann und die Frau einander so nah wie möglich gegenüber sitzen, aber ohne sich zu berühren.
Nach einigen Minuten der Entspannung und Sammlung öffnen sie langsam die Augen und richten den Blick auf die Brust ihres Gegenübers.
Der Blick muss von der Sehnsucht nach dem vollkommenen Sich-Öffnen, nach der aufrichtigen, natürlichen Verschmelzung zweier zärtlicher und empfindsamer Seelen - denn so sind tatsächlich die Seelen von uns allen - begleitet sein.
Wenn sie spüren, dass sie in den "Strom" feiner Gefühle eingetreten sind, heben die Partner den Blick.
Mit Sehnsucht, mit edlem Wunsch, mit Mitgefühl und Verständnis.
Ohne Angst. Ohne Scham. Tief, tief, aufrichtig.

Gewöhnlich kommt es dann zu einem stärkeren oder schwächeren Zittern und Zucken der Lippen und anderer Gesichtsteile.
Wenn das jemanden beunruhigt, soll man die Augen schließen und warten, bis das Zucken aufhört.
Dieses Zucken tritt aus demselben Grund auf wie in der individuellen Meditation.
Infolge des jäh verstärkten Durchströmens von "Prana" kommt es nämlich zu einem beschleunigten Entspannen und Nähren des Nervensystems und des Muskelgewebes.

Es ist wünschenswert, die Augen auch dann zu schließen, wenn in der Person oder im Partner, mit der oder dem man arbeitet (da sich beide einander aufrichtig und tief öffnen), Angst, Begierde, ein schlechtes Gewissen, große Trauer oder ähnliches auftritt, man selbst jedoch im Moment nicht genügend Liebe und Kraft hat, diese negativen Energien in positive umzuwandeln - sei es in sich selbst, sei es in seinem Gegenüber.
Wenn man dazu genügend Kraft aufbringt, öffnet man langsam die Augen und überschüttet den/die PartnerIn mit Wogen der Liebe und der edlen Sehnsucht, so lange, bis beide sich in einem Ozean der Liebesfreude befinden, bis sie in der Welt der Einheit ertrinken und sich dabei berühren und vereinigen....

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